Unsere Forderungen:

Klare gesetzliche Auflagen für Glückspiele sowie strenge Kontrollen hinsichtlich deren Einhaltung.
Verbot von Werbung für Glückspiele.
Massive Besteuerung von Geldspielautomaten und eine Standortabgabe für Wettcafés mit Zweckbindung dieser Steuereinnahmen für Aufklärung und Betreuuung Spielsüchtiger.
Standortabgabe für Wettcafés.
Mehr Schutz für Kinder und Jugendliche.
Verbot von Zahlungen mit Kreditkarte für Glückspiele im Internet.

Schnelle Wege zur Selbsthilfe.

Wenn auch Sie das Gefühl haben, Hilfe zu benötigen oder ein Familienmitglied haben, das bereits spielsüchtig ist, dann können Sie sich an eine der untenstehenden Institutionen wenden:

Von den Folgen der verfehlten Politik können wir täglich in der Zeitung lesen.

Steirische Landesregierung hat Spielsüchtige im Stich gelassen

Allgemeinheit muss für Glücksspielbranche hohe Kosten tragen

Fast 5.000 Spielautomaten gibt es in der Steiermark nach dem alten Glücksspielgesetz. Das ist ein einsamer Spitzenwert in Österreich. Nun kommen durch die Novelle des Glücksspielgesetzes 1000 neue Spielautomaten dazu, außerdem darf eine unbegrenzte Anzahl an „Video Lottery Terminals“ betrieben werden, die sich in Bezug auf das Suchtpotenzial nicht von anderen Spielautomaten unterscheiden. Durch eine Sonderregelung für die Steiermark dürfen die alten Automaten noch bis Ende 2015 (!) weiter betrieben werden.

Diese erschreckenden Zahlen ergab eine Dringliche Anfrage der KPÖ in der Landtagssitzung am 6. Juli 2010. Neben den von den öffentlichen Krankenkassen getragenen Kosten für die Behandlung von Spielsucht hielt das Land Steiermark alleine im Jahr 2010 2,13 Mio. Euro zur Behandlung der staatlich geförderten Spielsucht bereit, für 2011 liegen noch keine Zahlen vor. „Die hohen Kosten für die Folgen der Spielsucht tragen nicht nur die Spielsüchtigen, sondern auch deren Angehörige und letztendlich die Allgemeinheit. Gewinner gibt dagegen nur wenige. Einer von ihnen ist Novomatic-Chef Graf, der mit über vier Milliarden Vermögen, die er mit dem Glücksspiel verdient hat, bereits der viertreichste Österreicher ist.“


Die Landesregierung erteilte bis zuletzt allen Bemühungen, die Spielsucht in unserem Bundesland einzudämmen, eine Absage. Deshalb stellte die KPÖ den Antrag, zukünftig keine Konzessionen für Spielautomaten zu erteilen. Auch ein Werbeverbot in der Steiermark wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Die Regierungsparteien lehnten beide Anträge ab.